Verlegen in Zeiten täglicher Medienrevolution Gedanken über Chancen und Herausforderungen

Verlegen im digitalen Zeitalter ist grenzenlos. Die angebotene Literatur kann überall dort, wo das Internet ohne Einschränkungen genutzt werden kann, in allen denkbaren Formen zugänglich gemacht werden. Als gedrucktes Buch, das in einer Buchhandlung gekauft oder online bestellt wurde, als elektronisches Werk in der Bibliothek des E-Readers, als strukturierte Datei in einer professionellen Datenbank und neuerdings auch über die Sprachausgabe aus »intelligenten« Lautsprechern.

Für einen Verleger ist die Vielzahl der Verbreitungswege zugleich herausfordernd und chancenreich.

Herausfordernd ist, die Fachliteratur technisch so auf Stand zu halten, dass sie – so wie früher das gedruckte Buch – über lange Zeiten verfügbar und zugänglich bleibt, unabhängig von Betriebssystemen, Geräten oder Moden.

Chancen ergeben sich durch das sich ändernde Informationsverhalten. Die Erschließung gewaltiger Bibliotheken über Suchfunktionen stellt Anforderungen an die Konzeption und die Texte selbst, fördert die Prominenz bestimmter Konzeptionsformen, die sich für eine Online-Information besser eignen und stellen auch Anforderungen an die Texte selbst, deren Aufbau und Formulierung auf die Anforderungen von Suchmaschinen ausgerichtet sein sollte.

Das öffnet neue Dimensionen in der verlegerischen Arbeit, die im Grundsatz aber das bleibt, was sie immer war: Verlage begleiten, spiegeln und kommentieren die Gegenwart und kreieren zeitgemäße Leseangebote – als Unterhaltung, als Information in einer menschenfreundlichen Aufbereitung – mit einer gewissen Souveränität gegenüber täglich ausgerufenen Medienrevolutionen.

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