… und jetzt ein Buch …?! Die Rolle des Buches in digitalen Arbeitsabläufen

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Vor Kurzem sah ich mir eine hochmoderne Anwaltskanzlei an. Akten, Zeiterfassung, Finanzbuchhaltung und Korrespondenz waren in weitem Maße automatisiert und entsprachen der Vision eines papierlosen Büros.

Die Digitalisierung verändert unsere Arbeitsweisen dramatisch

Der Besuch war exemplarisch für Veränderungen, die sich in vielen Branchen vollziehen und mich für meine verlegerische Arbeit fragen lassen, welche Rolle die Fachinformationen in diesen papierlosen Prozessen noch haben oder noch haben werden. Ich überlege, ob ich fürchten muss, dass die meisten Routineaufgaben bald selbstständig von Programmen bewältigt werden. Was bedeutet dies für meine Programmarbeit? Welche Rolle wird die gedruckte Information, werden Fachzeitschriften, Kommentare oder Handbücher noch spielen?

Vor einem Jahr schaute ich mir im Silicon Valley an der Stanford University die Bildungsgesellschaften der Zukunft an: Eine hoch technisierte Umgebung, in der Menschen digital unterstützt lernen und forschen. Seitdem habe ich mich auch hierzulande mit Blick auf ein verändertes Informationsverhalten genau umgesehen, um meine verlegerische Arbeit auf die sich wandelnden Bedürfnisse einer neuen Generation auszurichten.

Die Erkenntnisse waren lehrreich, nicht immer so dramatisch, wie ich zunächst annahm, und gaben mir auch Anlass zur Hoffnung.

Digitale Lektüre verändert das Leseverhalten. Die Entlastung von Routineaufgaben durch Programme bedeutet, dass für die kreativen Teile einer Aufgabe oder eines Projektes in allen Branchen Zeit gewonnen wird. Auf unsere Kernzielgruppe angewandt bedeutet dies: Anwälte können eine Vielzahl von Mandaten schon so weit automatisiert vorbearbeiten, dass sich im Idealfall der Experte intensiver um die individuellen Rechtsfragen kümmern kann. Hierfür benötigt er weiterhin Fachinformationen.

In schon umgesetzten Programmen zur technischen Lösung von juristischen Fragen, die ich in den USA sah, waren Fachinformationen bereits in Programme eingespeist und in der Lage, automatisiert Verträge auszuwerten, Schadensersatzansprüche zu berechnen oder Vertragsentwürfe vorzuschlagen. Die Information selbst wurde den Programmen aus juristischen Datenbanken eingespielt.

In allen beratenden Berufen spielt die Suche nach individuellen Lösungen die tragende Rolle. Die Verlagsangebote bleiben hier als verlässliche Erkenntnisquelle führend: Das Buch ist der Inbegriff einer menschlich fassbaren Zusammenstellung aller Aspekte zu einem Thema. Im besten Fall ist es der Wegweiser, der Orientierung im Übermaß der digitalen Informationen gibt.

Fachinformation als Schlüssel zum Verstehen

Auch bei hoch automatisierten Abläufen komme man an einen Punkt, so einer meiner Gesprächspartner, an dem man die Pausen-Taste drücke, innehalte und versuche, die Information zu ordnen, Konstellationen zu klären und einer Lösung zuzuführen: »Dann greife ich zum Buch!«.

Als Informationssuchender im Strom der Nachrichten sei die Lektüre, in der man auf den Buchseiten etwas entdecke, es auf sich wirken lasse und die gewonnenen Erkenntnisse dann in die Arbeit einfließen lasse, wichtig. Dies gehöre zu den Augenblicken mit der höchsten Arbeitszufriedenheit.

Natürlich, so höre ich von anderer Seite, haben sich durch die alltägliche, digitale Lektüre die Erwartungen an die Texte verändert. Der Einstieg müsse gefällig, die Gliederung klar sein und in dieser Weise müsse der Leser an das vertiefte Lesen herangeführt werden.

Was sich für Verleger und Verlage ändert

Für meine verlegerische Arbeit bedeutet dies: Bücher brauchen eine klare Struktur, zeitgemäße Leseeinstiege, die zu kontemplativer Lektüre einladen. Damit Bücher heute digital sichtbar sind, müssen die Texte die Schlagworte enthalten, die diese für das Thema als relevant erscheinen und sie bei Suchanfragen ganz oben landen lassen. Wir geben heute unseren Autoren bei der Konzipierung von Werken Handreichungen auf den Weg, die genau diese Ziele verfolgen.

Aber, so fragt provokant einer meiner Gesprächspartner, habe das Buch bei tagesaktuellen Systemen überhaupt noch eine Chance? Ja, entgegne ich und stütze mich hierbei auf Gespräche, die ich in Stanford und an deutschen Universitäten geführt habe. Das Buch erschließe auch heute noch ein Thema über die Struktur. Es versetze den Leser in die Lage, das Aktuelle in den sekundenaktuellen Suchmaschinen sicher aufzufinden oder besser zu suchen. »Man sieht nur was man weiß«, wusste schon Goethe.

Und auch das lerne ich. Selbst wenn das Buch elektronisch genutzt werde, etwa, weil man interessante Passagen über eine Datenbank gefunden habe und sich ein Teilkapitel auf seinen Rechner lade oder es für den Konsum auf elektronischen Geräten als E-Book erworben hat, schwinge die Idee »Buch«, nämlich die der konzentrierten und abgeschlossenen Darstellung eines Themas, immer mit. In einer Datenbank schlage man nach, im Buch lese man, denn es sei im besten Sinne die Mindestausstattung.

Orientierung für den Leser sind die »Marken«, für den Verlag die »Klickzahlen«

Die bekannte Zeitschrift, das bekannte Werk oder der renommierte Autor kann seinen Glanz als »Marke« auch elektronisch verbreiten. Das elektronische Werk – so mein Eindruck – das in der elektronischen Form haptisch nicht mehr greifbar ist, wird über die Verlässlichkeit des Namens und die editorische Sorgfalt, die ein Verlag in seine elektronischen Produkte legt, »fassbar«. Unser Ziel ist es, das Renommee auch in die digitalen Angebotsformen mitzunehmen.

Für den Verlag gibt es als Orientierung die Erkenntnisse, die wir über die digitalen Verbreitungswege aus den »Klickzahlen« gewinnen. Tagesaktuell kennen wir die nachgefragtesten Zeitschriftenbeiträge und sehen, für welche Bücher, Texte und Kommentierungen sich unsere Nutzer wann und wie besonders interessieren. Es hilft uns, unser Programm regelmäßig zu justieren. Die Erkenntnisse sind auch hier eindeutig. Klassische Verlagsangebote werden auch elektronisch am häufigsten nachgefragt: Kommentierungen, aktuelle Zeitschriftenbeiträge zu gefragten Themen und Handreichungen für die tägliche Arbeit.

Chance für den (Fach-)Buchhandel?

Wir glauben, das zeigen die Gespräche, die wir mit vielen Fachbuchhändlern führen, dass das Buch eine wichtige Stellung als Orientierungsanker behalten wird. Verändern werden sich aber die Verlagsprogramme. Ich vermute, dass »juristische Kochbücher« oder Kompilationen von Rechtsprechung zu bestimmten Themen langfristig gegen juristisch-technische Programmlösungen keine Chance haben. Kommentare und Bücher, die aktuelle Themen verständlich erschließen helfen, werden zeitlos bleiben. An Themen mangelt es neben schon vorhandenen klassischen Angeboten nie. Für den RWS-Verlag wird das zeitgemäß konzipierte Fachbuch der Ausgangspunkt aller weiteren Informationsangebote sein. Hier nimmt schöpferisches Arbeiten seinen Ausgang. Aus dem Buch heraus leiten sich alle maßgeschneiderten Angebote in allen Formen ab. Um diese Energien zu entfesseln, brauchen wir Verlage und Buchhandlungen, die diese Kreativitätsquellen anbieten.

Hat der Fachverlag in einer digitalen Arbeitswelt Zukunft?

Fachverlage haben gerade im digitalen Zeitalter Zukunft. Künstliche Intelligenz kann die kreativen Anteile in der Arbeit in absehbarer Zeit nicht ersetzen. Programme können eine Vielzahl von Informationen zwar ordnen, aber nichts eigenständig Neues schaffen. Den spezialisierten Experten zu gewinnen, mit ihm eine zeitgemäße Aufbereitung zu verabreden und dies auf allen sinnvollen Verbreitungskanälen anzubieten, gehört zur Kernkompetenz eines Verlags. Die technischen Hürden, Fachinformationen so medienneutral aufzubereiten, dass sie heute in jedwede Systeme eingespielt werden können, sind nicht mehr allzu hoch. Wenn es gelingt, mit den Erkenntnissen aus digitalen Arbeitsabläufen, wie sie sich in den Suchanfragen auf unseren Servern abbilden, passgenaue Programme für unsere Leser anzubieten und unsere Seiten für die tagesaktuelle Arbeit unverzichtbar zu machen, dann werden die Erkenntnisquellen, die ihren Lesern eine maßgeschneidertes Beratungsarbeit ermöglichen, weiterhin eine zentrale Rolle spielen: Als Buch für die strukturierte Orientierung, als Zugang zu einer juristischen Datenbank für die gezielte Recherche, als passgenaues Fachinformationsangebot, das sich an die Bedürfnisse anpasst.

DSGVO, Melatenfriedhof und Kölsch RWS-Buchhändlertreff 2018

Es ist inzwischen eine Tradition: Zum elften Mal fand im Juni 2018 der RWS-Buchhändlertreff statt. Etwa zwanzig Buchhändlerinnen und Buchhändler wurden in den Verlag eingeladen, es gab einen Fachvortrag zu einem aktuellen Thema, eine Stadtführung, die jedes Jahr andere Aspekte Kölns vorstellt, und einen Abend bei Kölsch und Essen in einem Kölner Brauhaus.

So schnell ausgebucht wie dieses Jahr war der Buchhändlertreff allerdings noch nie. Dies hatte wohl mit dem Thema des Fachvortrags zu tun, der den Titel trug „Datenschutz im Buchhandel – Was Sie im Hinblick auf die neue Datenschutzgrundverordnung jetzt beachten müssen“. Als Referent konnte Dr. Adil-Dominik Al-Jubouri gewonnen werden, der sich als Anwalt in der Rechtsabteilung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels seit Jahren mit dem Thema Datenschutz befasst und selbst als Datenschutzbeauftragter tätig ist. Auf seine Informationen aus erster Hand waren alle Teilnehmer gespannt – und sie wurden nicht enttäuscht.

Al-Jubouri sprach über die jetzt notwendigen Anpassungen der betrieblichen Abläufe, über Details bei der Ausgestaltung der eigenen Homepage und des Webshops oder darüber, was beim Versand von Newslettern zu beachten ist. Er erinnerte zudem daran, dass die zentralen Elemente der DSGVO schon seit mehreren Jahren geltende Vorschriften sind, bislang aber von vielen Marktteilnehmern nicht allzu ernst genommen wurden.

Bei einer Prüfung durch die Datenschutzbehörde ist ein aktuelles Verfahrensverzeichnis das zentrale Element des Prüfverfahrens. Als Tipp empfahl er, die Dokumentationen rund um das Verfahrensverzeichnis in Papierform abzulegen, so dass man im Fall einer Ermittlung den ermittelnden Beamten direkt einen Ordner überreichen kann, um so eine mögliche Beschlagnahme von Arbeitsmitteln wie Rechner oder Notebook zu vermeiden. Auch Zweifelsfälle sollten darin dokumentiert sein, Fragen, mit denen man sich auseinandergesetzt und die Antworten, die man darauf gefunden hat – denn entscheidend ist es nachzuweisen, dass man sich mit diesen Fragen beschäftigt hat. Das bürokratische Prozedere, das die Ausgestaltung der DSGVO in Deutschland mit sich bringt, macht einen schon etwas fassungslos. Oder, wie es RWS-Verleger Markus J. Sauerwald so treffend auf den Punkt brachte: „Wenn die Digitalisierung zur Wiederbelebung der Aktenordner führt.“

Natürlich ging es auch um das leidige Thema Abmahnungen. Momentan seien – so Al-Jubouri – noch kaum Abmahnungen bekannt geworden. Er gehe aber davon aus, dass Abmahnvereine erst einmal etwas Zeit verstreichen ließen; die erste Welle würde dann diejenigen treffen, die sich nicht um die DSGVO gekümmert haben.

Der Vortrag ging nahtlos in eine ziemlich lebhafte Diskussion über, in der über konkrete Umsetzungsprobleme gesprochen wurde, die allen Teilnehmern auf den Nägeln brannten. Rechtsanwalt Al-Jubouri gab souverän Auskunft, alle Anwesenden konnten von seinem profunden Fachwissen profitieren. Natürlich blieben zahlreiche Fragen offen, was aber dem Stand der DSGVO-Diskussion geschuldet ist, bei der es noch lange Zeit Unklarheiten und Umsetzungsschwierigkeiten geben wird, individuell und verordnungsbedingt.

Nach einer kurzen Pause konnten alle Teilnehmer des RWS-Buchhändlertreffs erst einmal kräftig durchatmen. Und zwar in der grünen Lunge mitten in der Stadt, auf dem Friedhof Melaten direkt neben dem RWS Verlag. Dieser Ort ist ein 1809 gegründeter Stadtfriedhof, mit 435.000 m² und über 50.000, zum Teil mehr als 200 Jahre alten Grabstätten eine der größten deutschen Ruhestätten, verwunschen, beeindruckend, überragt von prächtigen Bäumen.

Der Kölner Stadtführer Bruno Knopp, der im vergangenen Jahr unser Buchhandelsgäste auf eine Büdchentour mitgenommen hatte, lotste die Gruppe quer durch das weitläufige Gelände. Er erläuterte die geschichtliche Entwicklung des Friedhofs – die auch stets die architektonischen und gesellschaftlichen Veränderungen bestimmter Epochen widerspiegelt – und zeigte uns die Grabstellen bekannter Menschen.

Manche davon mit lokaler Berühmtheit, wie etwa Karl Küpper, auf dessen Grabstein „Karnevalist“ zu lesen ist und der es als einer der wenigen im Kölner Karneval gewagt hatte, während des „Dritten Reichs“ die Machthaber zu kritisieren. Was ihm ein Sprechverbot eintrug und nach dem Krieg eine gesellschaftliche Ausgrenzung, da er mit seinem mutigen Verhalten für viele Kölner ein personifiziertes schlechtes Gewissen darstellte. Andere sind weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt, wie etwa Hans Böckler, der als Gewerkschaftsvorsitzender die Montanmitbestimmung der Arbeitnehmer ausgehandelt hat, oder Hans-Jürgen Wischnewski, dessen diplomatisches Geschick in der Außenpolitik des Kabinetts von Helmut Schmidt schon beinahe legendär war.

Eines der älteren Gräber ist dasjenige von Maria Clementine Martin, die nach der Schlacht von Waterloo 1815 für ihren Einsatz bei der Pflege der Verwundeten beider Seiten vom preußischen König eine Leibrente erhielt – der Grundstock für die Gründung ihres eigenen Heilpräparate-Unternehmens, das noch heute existiert und dessen wichtigstes Produkt als Klosterfrau Melissengeist auf dem Markt ist.

Die eineinhalb Stunden auf Melaten waren gefüllt mit Wissenswertem, mit Nachdenklichem mit Anekdoten, auch mit Skurrilem und es würde den Rahmen dieses Berichtes sprechen, alles wiedergeben zu wollen.

Der weitere Verlauf der Buchhändler-Tour führte hinein in den Stadtteil Lindenthal, vorbei an der Kirche Christi Auferstehung – um 1970 von Gottfried Böhm im Stil des Brutalismus errichtet – und entlang der Lindenthaler Kanäle. Sie wurden in den Zwanzigerjahren angelegt und gehörten eigentlich zu einer damals geplanten großflächigen Erweiterung des Stadtzentrums, die aber niemals zustande gekommen ist. Vorbei an prächtigen Gründerzeithäusern ging es direkt zum Ziel der Stadtwanderung: Ins Haus Schwan, einem Restaurant im Brauhausstil. Dort wurde dann bei Kölsch bis spät in den Abend hinein geredet, diskutiert und gelacht.

Für den RWS Verlag ist der RWS-Buchhändlertreff ein sehr wichtiger Termin im Jahresablauf. Der Austausch mit den Vertriebspartnern ist für beide Seiten bereichernd, persönliche Kontakte zu engagierten Buchhändlerinnen und Buchhändlern durch nichts zu ersetzen. Wir freuen uns daher jetzt schon auf den RWS-Buchhändlertreff 2019, bei dem es hoffentlich ein anderes Fachthema zu besprechen gibt.

Im Blog Claudia plaudert hat Claudia Wagner, eine der Teilnehmerinnen des RWS-Buchhändlertreffs ihre Eindrücke festgehalten.

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Datenschutz nicht nur in der Insolvenzverwalterkanzlei: Warum drehen eigentlich alle durch? Ein Beitrag von Christian Weiß

DSGVO: Datenschutz in der Insolvenzverwalterkanzlei
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Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) findet seit dem 25. Mai 2018 vollumfänglich Anwendung. Der Autor dieses Beitrags befasst sich u. a. als Referent von – wie man sich vorstellen kann – zur Zeit gut besuchten Seminaren auf der einen Seite „theoretisch“, aber mit Kanzlei-Kollegen auch praktisch seit geraumer Zeit mit dem Thema Datenschutz – insbesondere in der Schnittmenge zur Insolvenzverwaltung. Seiner Auffassung nach zeigt sich im Besonderen: Ein höherer Sanktionsrahmen von bis zu 20 Millionen Euro bzw. 4 % des Vorjahresumsatzes scheint dazu zu führen, dass das Thema Datenschutz neuerdings landläufig ernst genommen wird. Und zwar in einer Ausprägung, dass man sich fragen muss, ob es bis dato kein Bundesdatenschutzgesetz gegeben hat? Es verwundert zudem, dass der 25. Mai 2018 scheinbar „aus heiterem Himmel“ über Deutschland insgesamt und die hiesigen Insolvenzverwalter im Besonderen hereingebrochen zu sein scheint. Dabei ist die DSGVO bereits im April 2016 in Kraft getreten!

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RWS Verlag und NIVD kooperieren Gemeinsames Leitmotiv: Sanierung statt Zerschlagung

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Der RWS Verlag konnte die NIVD – Neue Insolvenzverwaltervereinigung Deutschlands e.V. als Kooperationspartner für den Lehrgang Zertifizierter Restrukturierungs- und Sanierungsexperte gewinnen. „Es passt für beide Seiten perfekt: Das Leitmotiv der NIVD lautet Sanierung statt Zerschlagung. Diese Haltung teilen wir und bieten mit unserem Fortbildungsangebot das fachliche Rüstzeug an“, so Rechtsanwalt Markus J. Sauerwald, Verleger des RWS Verlags.→ weiterlesen

Dr. Watson – Assistent oder Meister?! Wie künstliche Intelligenz juristische Arbeiten erledigen wird.

Die Digitalisierung entfaltet eine solche Dynamik, dass sie schon jetzt viele Routinejobs in vielen Branchen bedroht. Doch die überwiegende Zahl der Juristen hat den neuen Kollegen »Künstliche Intelligenz« bislang noch nicht besonders ernst genommen. Grund genug, ihn einmal zu besuchen und zu erfahren, wie es um seine Ausbildung steht und wie gut er im juristischen Arbeitsalltag zurechtkommt.

Mit einer Gruppe von Juristen, bunt gemischt aus Anwälten, juristischen Verlegern, Softwareanbietern und Berufsverbandsvertretern besuchten wir, glänzend organisiert von Soldan, unter dem Motto »Legal meets Watson« den neuen allwissenden Kollegen am Zürichsee im »IBM Research Lab« in Rüschlikon.

Manche halten »Watson« für eine Marketingidee des Computerriesen IBM. Das wollten wir nun überprüfen, denn näher als bei unserem Besuch konnten wir ihm kaum kommen.→ weiterlesen

Perfektes Timing Die ZIP-Jahrestagung zum Gesellschaftsrecht 2018

Foto: Guido Schiefer

Unsere ZIP-Jahrestagung zum Gesellschaftsrecht – benannt nach der ZIP – Zeitschrift für Wirtschaftsrecht – findet traditionell immer im Frühjahr statt, diesmal am 9. März 2018. Damit fiel sie dieses Jahr mitten hinein in die verzögerte Regierungsbildung nach der letzten Bundestagswahl. So war es ein perfekter Zeitpunkt, sich über die kommende Rechtsentwicklung auf hohem fachlichen Niveau auszutauschen – aktueller geht es kaum. Und exakt an diesem Tag wurde das Kabinett der neuen Regierung vorgestellt.

Als Veranstalter wäre es nun natürlich nicht objektiv, die Tagung alleine aufgrund der aktuellen Terminierung – die zudem bei der Planung gar nicht abzusehen war – als gelungen zu bezeichnen. Daher sollen zwei Teilnehmer zu Wort kommen, die ihre persönliche Einschätzung auf unserem Feeback-Bogen hinterlassen haben. Zwei Meinungen, die uns sehr freuen:→ weiterlesen

Verlegen in Zeiten täglicher Medienrevolution Gedanken über Chancen und Herausforderungen

Verlegen im digitalen Zeitalter ist grenzenlos. Die angebotene Literatur kann überall dort, wo das Internet ohne Einschränkungen genutzt werden kann, in allen denkbaren Formen zugänglich gemacht werden. Als gedrucktes Buch, das in einer Buchhandlung gekauft oder online bestellt wurde, als elektronisches Werk in der Bibliothek des E-Readers, als strukturierte Datei in einer professionellen Datenbank und neuerdings auch über die Sprachausgabe aus »intelligenten« Lautsprechern.

Für einen Verleger ist die Vielzahl der Verbreitungswege zugleich herausfordernd und chancenreich.→ weiterlesen

Wie spielt die Musik? Von Schallplatten und E-Books

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Es ist eine beeindruckende Graphik: Im Jahr 1976 wurden weltweit etwa 400 Millionen Schallplatten verkauft. Nur 16 Jahre später, im Jahr 1992 ist die Zahl kaum noch messbar. Die Tonträger aus Vinyl verschwanden innerhalb weniger Jahre von ihrer alles dominierenden Stellung nahezu in die Bedeutungslosigkeit.

Damals war auch ich wie so viele Millionen andere Teil dieses immensen Medienwandels. Als Schüler jobbte ich mir Geld zusammen und kaufte 1985 einen CD-Spieler. Dann ging es schnell und obwohl ich meine Schallplatten liebte, wurden sie zunehmend weniger benutzt; die CD-Sammlung nahm dagegen stetig zu. Für die Musikindustrie müssen das paradiesische Zeiten gewesen sein, CDs waren leicht herzustellen, einfacher zu lagern als Schallplatten und viele Fans kauften sich ihre Lieblingsplatten noch einmal auf CD neu. Das war der erste Schritt in Richtung Digitalisierung.

Es folgte der zweite Schritt, der über iTunes zum Streaming führte. Ein Schritt, den die Musikindustrie lange verschlief und die Folgen dauern nach wie vor an. Die Umsätze mit Tonträgern brechen immer weiter ein, die Hörgewohnheiten einer ganzen Generation haben sich massiv verändert, große Player wie Spotify oder Amazon beherrschen den Markt mit ihren geschlossenen Systemen.

Gerne wird diese Entwicklung auf die Buchbranche übertragen. Kann man das wirklich so einfach machen? Ich glaube nicht.→ weiterlesen

Herausforderung Digitalisierung: Unternehmen müssen in neuen Arbeitswelten agieren Eine Studie von Osborne Clarke

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Die Digitalisierung verändert die Arbeitswelt radikal und viele kommende Entwicklungen können wir uns heute noch gar nicht vorstellen. Umso wichtiger ist es, sich ständig mit diesem Thema zu befassen, denn ein Verharren in Gewohntem wird es nicht mehr geben.

Die Wirtschaftskanzlei Osborne Clarke hat in Zusammenarbeit mit VB Research eine Studienreihe mit dem Titel »The Future of Work« gestartet. Der folgende Text ist ein erstes Ergebnis und wurde uns freundlicherweise für den RWS Blog zur Verfügung gestellt. Er gibt in erster Linie die Sichtweisen von Unternehmen wieder und beschreibt die Vereinbarkeit von Arbeitszeitmodellen der Zukunft mit den Bedürfnissen der nächsten Generationen von Arbeitnehmern.→ weiterlesen

Die Reform der EuInsVO Ein Beitrag von Prof. Dr. Heinz Vallender

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Bis zum 31.5.2002 gab es keinen rechtlichen Rahmen zur Koordinierung von internationalen Insolvenzen im Bereich der Europäischen Gemeinschaft. Mit dem Inkrafttreten der Verordnung (EG) Nr. 1346/2000 des Rates vom 29.5.2000 (ABlEG Nr. L 160/1 v. 30.6.2000, in Kraft getreten am 31.5.2002) hatte sich diese Situation grundlegend gewandelt. Sie beanspruchte Geltung ausschließlich im Verhältnis zu Mitgliedstaaten der Europäischen Union mit Ausnahme Dänemarks und erfasste entsprechend ihrer Zielsetzung allein grenzüberschreitende Insolvenzverfahren innerhalb des Binnenmarktes.→ weiterlesen

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