Auf Legal-Tech-Tour Kalifornisches Reisetagebuch

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»Legal Tech« ist in aller Munde – ein guter Grund, direkt vor Ort auszuloten, wie die Digitalisierungswelle aussehen wird, die auf alle juristischen Berufe zukommt. RWS-Verleger Rechtsanwalt Markus J. Sauerwald hat in der Woche vom 4. bis zum 10. April 2017 an einer Reise teilgenommen, die mitten hinein ins Digitalisierungs-Herz führte: Die »Legal Tech Tour nach Stanford, in das Silicon Valley und nach San Francisco«, veranstaltet vom Anwalts-Dienstleister Soldan und von Wolters Kluwer Deutschland. Einen ausführlichen Bericht wird es hier im RWS-Blog geben; lesen Sie hier seine unmittelbaren Eindrücke und Gedanken als Reisetagebuch.

6. Tag: Nachdenken über das Silicon Valley und einmal auf Abstand gehen

 

»Inspire. Innovate. Lead

Eins muss man den Amerikanern lassen. Mit kleinen Brötchen geben sie sich auf keinen Fall zufrieden. »Inspire. Innovate. Lead.« ist das  Motto der Stanford Law School und wäre sicher auch das aller Unternehmen im gelobten Silicon Valley gewesen.

Am letzten Tag, einem Samstag, begeben wir uns nach San Francisco, um diese informative Woche ausklingen zu lassen. Die Gruppe zerstreut sich allein oder in Grüppchen in alle Winde, erkundet zu Fuß, per Cable Car oder per ferngesteuerter Drohne die Umgebung. Ich leihe mir ein Rennrad, überquere die Golden Gate, erklimme die Marin Headlands an der Nordseite der Brücke und stehe einsam an einem Aussichtspunkt, an dem ich außer Vogelgezwitscher nichts höre, aber auf diese gewaltige Kulisse blicke. Die Weite des Blickes ist kaum zu ermessen.

Das meiste was ich hier sehe, entstand zu Zeiten, als man traditionell dachte, arbeitete und vor allem keine elektronischen Helfer hatte, um die Statik einer Brücke oder eines Pyramidenhochhauses in einer Erdbebenregion sicher zu planen.

Hier zu stehen, an diesem wunderschönen Ort, und auf Dinge zu blicken, die seit Jahrzehnten Gültigkeit haben, relativiert vieles, was wir aus der schnelllebigen Tech-Branche kennen. Inspiriert haben mich diese Tage ganz sicher. Und sicher werden diese Inspirationen auch zu Innovationen führen. In erster Linie boten die vier Tage im Techniktal eine Vorausschau auf künftige Entwicklungen unserer Arbeitswelten, im engeren Sinne der Arbeitswelten im Sektor Recht. Dass Stanford auch »(an)führen« als Motto ausgibt, entspricht dem Selbstverständnis der bestfinanziertesten Universität der Welt.

Aber jede Kultur, in unserem Falle Rechtskultur, funktioniert unterschiedlich. Unsere Lösungen mögen etwas differenzierter aussehen.

Als wir nach unseren Tagesexkursionen in und um San Francisco abends zum Essen zusammenkommen, nur die Drohne war nicht wiedergekehrt, sondern aufgrund eines Softwarefehlers in den Fluten vor Alcatraz versunken, kommt jeder in der Legal Tech Gruppe zu anderen Einschätzungen. Inspiriert sind wir alle. Unsere Kultur, ein zweites Mal über Dinge nachzudenken, die den grüblerischen Deutschen näher liegt, muss ja nicht immer nachteilig sein.

Die Bereitschaft der Legal Tech Gruppe 2017 Stanford auch danach im Kontakt zu bleiben, ist sofort spürbar. Eine WhatsApp-Gruppe ist eingerichtet, ein regelmäßiger Stammtisch verabredet.

Mit weiterem Abstand zu dieser Woche wird Neues in uns reifen und in den Verlagen, Rechtsanwaltskanzleien, Datenbankanbietern, Lobbyisten und Unternehmern ankommen.

Die Reise ist auch wertvoll, weil es den Austausch dieser Gruppe gibt, die US-amerikanischer Euphorie unserer differenzierten Betrachtungsweise aussetzt. Nach den gemeinsamen Tagen im Silicon Valley ist der weitere Austausch dieser Gruppe und unsere Kontakte ins Tal, insbesondere zu Stanford, ein weiterer Gewinn dieser Legal Tech Tour.

5. Tag: Jeder Garage steckt ein Zauber inne

Berühmte Garage: Hier entstanden die ersten Geräte von Hewlett und Packard in den 1930er Jahren

Am dritten Tag in Stanford wurde es konkret. Roland Vogl bat einige seiner besten Kandidaten ihre Programme vorzustellen. Gemein ist ihnen, Studenten, Absolventen oder Angehörige von Stanford zu sein und den dort vermittelten Unternehmensgründergeist  in sich zu tragen.

Sich einem Publikum zu stellen und eigene Anwendungen zu präsentieren, ist ihnen vertraut. Wir sehen Anwendungen zur Textanalyse, ein Übersetzungsprogramm für Rechtstexte , Textauswertungsprogramme zum Auffinden einschlägiger Rechtsprechung, eine Online-Streitschlichtung sowie eine B2B Kontaktbörse. Das Spektrum ist also groß.

Bei mir reift die Erkenntnis, dass die Projekte nicht die eine weltumspannende Lösung anstreben, sondern als modular brauchbare Programme für Einzelprobleme funktionieren sollen. Alle Präsentatoren sind überzeugt für einen speziellen Anwendungsfall eine wichtige Lösung gefunden zu haben, die es erlaubt dem wachsenden Tempo, den enormen Datenmengen und der Komplexität Herr zu werden.

Dieser Kreis heute und vielen Menschen, den wir hier begegnen, vermitteln, dass grundlegend Neues in jeder Garage und zu jeder Zeit stattfinden kann.

Passenderweise begeben uns am Nachmittag auf eine kleine Rundfahrt durch das Silicon Valley, wo Garagen traditionell eine große Rolle gespielt haben. Die von Hewlett und Packard in den 1930er Jahren für erste Geräte benutzte (oben abgebildet) ist ein nationales Monument. Die für Apple bedeutende Garage in Los Altos, in der Steve Jobs mit Steve Wozniak den Apple 1 zusammenbaute, fände man auf den ersten Blick nicht.

Man kann nicht einmal sagen, dass diesen beiden Geburtsstädten ansonsten eine besondere Beachtung geschenkt wird, sondern eher meinen Eindruck stützt, dass Großes überall entstehen kann.

Wir durchfahren den Googleplex,  einem riesigen Bürokomplex, den man nur an der außerordentlichen Dichte der bunten Fahrräder erkennt, erleben bei Intel wie Halbleiter produziert werden, stehen vor den beiden unzugänglichen Zentralen von Apple und dem neuen Apple Park, einem Rundgebäude von unglaublichen Ausmaßen, das wir ebenfalls nur aus gebührenden Abstand ansehen können.

 

Modernität und Fortschrittlichkeit der Produkte stehen in einem eigentümlichen Gegensatz zur ansonsten sehr traditionellen amerikanischen Bebauung mit niedrigen Häusern und an Holzmasten hängenden Telefonleitungen.

Zufall ist es jedoch nicht, dass sich die technische Hochindustrie in der Nähe der Stanford University angesiedelt hat. Das Klima in jedweder Hinsicht ist geeignet und die Dichte der Unternehmen, die sich mit Zukunftstechnologien beschäftigen so immens, dass der Lernende und Forschende das Ziel immer im Auge behält.

Die Menschen hier füllen Hesses Worte Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne wirklich mit Leben.

Für einen anderen Blickwinkel auf den Tag, verweise ich auf meinen Kollegen Markus Hartung von der Bucerius Law School.

So erlebte er diesen Tag.

 

4. Tag: Futurelaw, Weltverbesserung und die Mechanisierung des Rechts

Im Silicon Valley ist kein Ziel zu groß. Die Mondlandung oder eine Reise zum Mars ist das Mindeste, was sich  jeder Programmierer hier vornimmt. Und natürlich spielt die Garage, in der diese hochfliegenden Pläne entstehen, noch immer eine Rolle.

Steve Jobs Garage, in der in Zusammenarbeit mit Steve Wozniak der Apple 1 entstand

Nach dem eindrucksvollen Eingangsvortrag von Gillian Hadfield ging es um programmgestützte Urteilsvoraussagen, sogenannte Chatbots, als die neuen automatisierten Helfer des Rechts, um neue Ausbildungsformen und wie der Blick auf die Konsumenten den technischen Fortschritt im Recht antreibt. Aus deutscher Sicht erscheint dies ein wenig utopisch, aber deutlich wird, dass im hiesigen Recht alles sehr datengetrieben ist. Analysiert wird, was an Informationen zur Verfügung steht, aus welchen Quellen auch immer. Programme ermitteln, ob sich der Rechtsstreit lohnt oder nicht. Kann dies dazu führen, dass risikoreiche Prozesse nicht mehr unternommen werden, weil das Programm die Chancen bei 0% sieht?

Schaffen Dialogsysteme einen besseren Zugang zum Recht?

Chatbots werden als neuer Trend im Recht gesehen. Dabei handelt es sich um automatisierte Dialogsysteme, die auf Webseiten eingebaut werden und Zugang zum Recht geben sollen. In einer an Messenger-Dienste oder WhatsApp erinnernden Dialogform können in natürlicher Sprache zu bestimmten Themen Fragen gestellt werden, die das Programm automatisch beantwortet.

Der Kongress bietet einzelnen Programmierern die Möglichkeit, ihre Programme vorzustellen. Die vorbereiteten Demos sind in der Tat eindrucksvoll, das Spektrum ist weit. Es reicht von einem Visa-Hilfsprogramm für Migranten bis zu einer Anwendung, mit der man sich gegen Strafzettel zur Wehr setzt. Gemein ist allen Anwendungen, dass sie zumindest aus der Sicht der Programmierer einen zeitgemäßen Zugang zum Recht verschaffen und ihn dabei dramatisch vereinfachen. Nicht die Auswahl und der  Anruf beim Anwalt steht am Beginn, sondern das unverbindliche Eingeben der Fragen auf einer Webseite, die in der Regel dann aber in zu bezahlenden anwaltlichen Rat mündet.

Eines wird an diesem Nachmittag deutlich: Programme dieser Art verändern unsere Einstellung zum Recht. Und auch wenn man einzelne Anwendungen auf den ersten Blick skurril finden mag, so werden sie doch Realität werden und die Rechtsdienstleister  zu Veränderungen zwingen. Es fehlt dabei nicht an kritischen Stimmen. Insbesondere der Verbraucher wisse gar nicht, wem er viele notwendige private Daten in diesem »Fragespiel« anvertraue und wo diese Informationen am Ende landen. Die lebhafte Diskussion zeigt, dass diese Gefahr auch im technikbegeisterten Amerika gesehen wird.

Die Zukunft des Lernens

Margaret Hagan, die uns zwei Tage  zuvor durch die d.school führte, weiß auch hier das Publikum mit ihren interdisziplinären Ansätzen des »Design Thinking« zu begeistern. Sie erläutert, wie man in der verwirrenden Vielfalt der Informationen Muster entdeckt und Lösungskonzepte entwickelt. Juristen mit Techniken vertraut zu machen, die traditionell nicht gelehrt werden, ist der zentrale Ansatz.

Futurelaw und Alltag

Auf dem Podium sitzen Vertreter aus großen Anwaltskanzleien, eine Justiziarin von Google und eine von Microsoft. Erstaunliches ist zu hören. Selbst in diesen hochtechnisierten und fortschrittlichen Ingenieursunternehmen und Softwareschmieden müssen Wissensmanagement und Arbeitsabläufe mühsam nach aktuellen technischen Standards organisiert werden. Auf die Zuhörer wirkt es, als seien auch in diesen hochentwickelten Unternehmen Juristen eine eigene Gruppe, die von den Veränderungen unberührt zu bleiben scheint.

Das empfinde ich auch als Trost, denn als Besucher dieses Fleckchens Erde hat man manchmal das Gefühl, in Europa in einem Paris Marcel Prousts zu leben, während hier bereits ganz natürlich elektrisierte und selbstfahrende Autos unterwegs sind, eine hochtechnisierte Jura-Maschinerie und Fortschrittspläne erdacht werden, die bei uns undenkbar erscheinen. Aber nein!, auch hier wird Wasser traditionell erhitzt und schaut man sich unter den Teilnehmern der deutschen Delegation um, so trifft man auch hier auf einige sehr kluge Programmierköpfe mit juristischem Hintergrund.

3. Tag: CodeX FutureLaw Conference, Stanford University

Der dritte Tag meiner Legal Tech-Tour führt mich wieder nach Stanford. Eine Konferenz zu den Zukunftsfragen des Rechts.

© Margaret Hagan, d.school Stanford

Hauptrednerin ist die Professorin Gillian Hadfield, die sich mit der Frage auseinandersetzt, ob das derzeitige Rechtssystem in unserer globalisierten Welt überhaupt noch angemessen sei.

Eine solche rechtsphilosophische Rede am Beginn der Veranstaltung ist klug überlegt. Im Laufe des Tages werden wir noch einige sehr fortschrittlich erscheinende technische Lösungen für die Rechtsprobleme erleben, haben aber die klugen Gedanken von Hadfield immer noch im Ohr.

Recht hat in erster Linie das Zusammenleben von Gesellschaften organisiert. Das Recht in der derzeitigen Form stamme noch aus der Zeit der industriellen Revolution und fuße im wesentlichen auf den Rechtsüberzeugungen der jeweiligen Staaten.

In der heutigen Zeit, in der jedes Produkt vom Tag Eins an global sei, erscheine diese rechtliche Infrastruktur nicht mehr angemessen. Zwar funktioniere das nationale Recht immer noch sehr gut, verhindere aber im globalen Maßstab die wirtschaftliche Weiterentwicklung. Schon länger sei der Zeitpunkt gekommen auch das Recht auf den Plattformen zu entwickeln, auf denen unsere gesamte Ökonomie basiere. Aus der Vergangenheit wisse man, dass Recht zunehmender Komplexität begegnen könne und sie habe keinen Zweifel, dass dies auch für ein rechtliches Fundament gelten müsse, das unser internationales Zusammenleben, Wirtschaften und die Lösung zusammenhängender Probleme ermögliche.

Langer und verdienter Applaus für eine sehr differenzierte Darstellung.

Stanford, ein Elfenbeinturm? Vielleicht,  aber die muss es geben. Ohne Leuchttürme stranden auch Supertanker.

Übrigens: Eindrücke unserer Legaltech-Tour sammelt auch Markus Hartung von der Bucerius Law School in seinem Reisetagebuch. Vorbeischauen lohnt sich.

Über den Tag selbst hat er auf seiner Seite ebenfalls berichtet.

2. Tag: d.school und SAP-Campus

Jeder kann kreativ sein: Die interdisziplinäre Design-Schule (d.school) in Stanford.

Die Stanford University wird für viele als Musterbeispiel einer privaten Universität angesehen. Auf einem riesigen Gelände erstreckt sich eine mustergültige Anlage von Gebäuden, in der die Fakultäten aller Richtungen versammelt sind. Die Universität lebt auch von den großzügigen Spendern. Dank ihnen gibt es hier ungewöhnlich konzeptionierte Gebäude und Institute. Die d.school verdankt Stanford dem deutschen SAP-Gründer Hasso Plattner. Diese besichtigten wir am ersten Tag der nun folgenden drei Tage an der Universität Stanford.

Die Design–Schule scheint von einem einzigen Gedanken angetrieben: Jeder kann kreativ sein! Hier wird ganz augenscheinlich widerlegt, dass Schaffenskraft nur eine Sache von Malern, Designern oder Musikern ist. Es gibt Kurse, in denen die Rechtsstudenten mit Kreativen zusammengebracht werden. Dies geschieht in Räumlichkeiten, die zunächst an Malerateliers erinnern. Glatte Betonwände, variable Wände, minimalistische Einrichtung.

Auf den Tischen, die wie Sitzgruppen auf Rollen stehen, Klebezettel, Stifte, Scheren, Farbmarker und Kartons. An Aufstelltafeln haben unterschiedliche Teams Projekte visualisiert. Man erkennt die Regeln, die sich gegeben haben, Skizzen zu Problemlösungen und Zeitpläne. Notizzettel und Bemerkungen zeugen von einer reichen Diskussion.

Margaret Hagan erklärt uns mit Begeisterung das Konzept: In neunwöchigen Kursen lösen Jurastudenten zusammen mit Designern konkrete Rechtsprobleme mit Hilfe kreativer Techniken. Das deutsche Motto der Universität »Die Luft der Freiheit weht« des Humanisten Ulrich von Hutten  aus dem 16. Jahrhundert wird hier eindrucksvoll sichtbar.

Einige Stunden später finden wir uns auf den umgebenden Hügeln von Stanford auf dem SAP-Campus wieder. Hier wird die Idee des kreativen Arbeitens auf Unternehmensebene gebracht.

Modell eines voll automatisierten Hochregallagers im Kreativraum des SAP-Campus

Nach dem Vormittag an der Universität erkennen wir die Struktur dieser Denklabore sehr schnell und verstehen an diesen herrlichen Frühsommertag mit dem Blick auf die frühlingsgrüne kalifornische Landschaft, dass ein ungewöhnlicher Geist gegenwärtig ist.

1. Tag: Anreise nach San Francisco

Die Zeitschriftenauslage am Lufthansa-Gate zum Flug nach San Francisco sprach Bände. Leere!

Der Lese- und Unterhaltungsstoff für eine zwölfstündige Reise nach Kalifornien gibt es frei Haus bei der Airline – App aufs Tablet oder Mobiltelefon. Später am Tischmonitor an Bord sah ich mich einer Auswahl aktueller Filme ausgesetzt, die der guten alten Videothek an der Ecke Ehre gemacht hätte. Also, alles in allem eine realistische Einstimmung für eine Fahrt in die Zukunft des Lesens ins Silicon Valley, um bei den dortigen Entwicklern und Programmierern einmal in die Labore zu schauen.

Auf dem Flug kann ich mir ein paar Fragen stellen, auf die ich am Ende der Woche vielleicht auch ein paar verlässliche Antworten geben kann.

Ist fachliche Lektüre bald programmgestütztes Durchforsten von Datensätzen, deren Erkenntnisse von einer höheren Instanz, künstlicher Intelligenz (?) oder doch noch von einem Menschen bewertet wird?

Erleben wir »industrielles Lesen« und auf solche Programme optimierte, automatisierte Schriftsätze?

Werden unsere Sprachaufnahmen mit Grammatik und Kontextprüfung in bessere Texte gewandelt?

Wie lesen wir am Bildschirm im Vergleich zum Papier? Fehlt uns etwas?

Im Flugzeug griff ich nach meinem Telefon und las in der digitalen »Zeit« vom digitalen Kiosk, beziehungsweise versuchte es. Aber anders als bei der zeitungseigenen Mobiltelefonanwendung war das Schriftbild nicht optimiert und das Lesen mühsam. So blieb auch meine digitale Zeitschriftenauslage ungenutzt, so wie die analoge am Morgen im Flughafen. Auf meinem E-Book-Reader las ich Proust, fast wie auf Papier. Aber sind E-Books nicht ohnehin Bücher hinter Glas und dem ursprünglichen Produkt noch näher? Aber das ist ein anderes Thema.

2 Kommentare

  1. Interessanter Bericht, danke. Wie kam ich darauf? Habe zuvor ehrlich gesagt noch nie etwas vom RWS Verlag gehört, hatte aber heute einen (evt. Werbe-) Brief aus dem Briefkasten gefischt und einfach mal gegoogelt, wie man das ja so macht… Zum digitalen Lesen kann ich nur sagen, dass es mir häufig so scheint, als ob man gedruckte Texte oder Schrift auf E-Readern besser im Kopf behält als Texteinhalte normaler Bildschirme. Warum das so ist, weiß ich nicht. Ich bin selbst eher jünger und quasi mit dem PC augewachsen. Habe das aber auch schon von anderen Menschen gehört.

    1. Vom Print-Brief über Google zum Blogbeitrag über Legal-Tech. Schön! So kommt eines zum anderen. Wir dürfen gespannt sein, wohin die Entwicklung noch gehen wird. Vielen Dank für das Feedback.

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